Australien/Hong Kong 1995/1996


8. Dezember 1995

Zu unseren längsten Ferien sind wir heute um 18.50 von Zürich-Kloten abgeflogen. Via Frankfurt sind wir zuerst nach Singapur geflogen. 

9. Dezember 1995

Heute um 19.30 (Lokalzeit) sind wir in Singapur angekommen. Unser Anschlussflug hat, wie wir feststellen zwei Stunden Verspätung. Wir versuchen unseren Aufenthalt mit Shopping zu verkürzen. Zwischendurch steigt unser Verlangen nach einer Zigarette und so begeben wir uns in eins der extra für Raucher aufgestellten Glashäuschen. In diesen Häuschen fühlt man sich wie an den Pranger gestellt aber jeder der sich im Innern befindet trägt das mit Humor. 
10.Dezember 1995

Heute um 0.30 Uhr können wir endlich weiter nach Darwin. Durch die Verspätung ist es bereits 6.30 Uhr in Darwin. Mit dem Taxi fahren wir vom Flughafen ins Hotel Atrium. Als wir unser Zimmer beziehen wollen, ist die nette Dame an der Rezeption der Meinung, Check-in Zeit sei erst um 12.00 Uhr. Mit unserem Voucher können wir sie davon überzeugen, dass wir unser Zimmer bereits ab dem 9. Dez. gebucht haben. Nachdem wir nun in unserem Zimmer sind rufe ich noch schnell in der Schweiz an. Nach einem erholsamen Schlaf machen wir uns nun auf den Weg die Umgebung zuerkunden. Alle wichtigen Sachen sind in unmittelbarer Entfernung vom Hotel.


11. Dezember 1995

Nun ist also der Tag gekommen an dem wir unseren Camper bei Hertz abholen. Als Lydia das Auto das erste Mal zu sehen bekommt ist sie leicht erschüttert. Sie kann sich nicht vorstellen wie man 7 Wochen in einem so kleinen Camper leben kann. Nachdem wir die Instruktion über die Einrichtung erhalten haben, fahren wir zurück zum Hotel und holen unser Gepäck. Jetzt beginnt das Ausrüsten unseres Haushalts. Getränke, Esswaren und alle nötigen Haushalthilfsmitten müssen eingekauft werden. So ausgerüstet begeben wir uns nun auf grosse Fahrt.

Von Darwin führt uns der Weg auf dem Arnhem Hyw. Richtung Kakadu-Nationalpark. Auf unserem Weg besuchen wir den Fog Dam. Dieser Stausee dient als Wasserreservoir für Darwin. Um den Weg abzukürzen fahren wir über die Old Jim-Jim Road. Diese Strasse ist nicht geteert, aber unser 4-WD wird mit solchen Strassen bestimmt fertig. Inzwischen ist das Wetter schlecht geworden und es hat zu regnen begonnen. Die ersten drei Flussdurchfahrten haben wir dann auch problemlos überstanden, jetzt stehen wir am South Alligator River und der führt ca. 2 Meter Wasser. Damit bleibt uns nichts anderes übrig als umzukehren. Nach drei Stunden sind wir jetzt auf dem Arnhem Hyw angekommen und sind auf einem Campingplatz um hier zu Übernachten. Das Nachtessen und das Bier (Foster's) schmecken herrlich.



12. Dezember 1995

Nach einer erholsamen ersten Nacht beschliessen wir beim Frühstück, dass wir nicht jetzt in den Kakadu-Nationalpark, sondern zuerst in den Litchfield-Nationalpark fahren und dann von Pine Creek in den Kakadu gehen. Wir finden einige sehr schöne Wasserfälle und Felsentümpel die zum baden einladen. Nach dem Studium der Karten, beschliessen wir den Weg in südwestlicher Richtung zu nehmen um über Batchelor nach Pine Creek zu kommen. Nach etwa zwei Stunden wussten wir, dass wir nicht mehr wussten wo wir waren. Somit beschliessen wir umzukehren in der Hoffnung den Stuard Hyw zu finden. Nach weiteren drei Stunden sind wir dann endlich in Pine Creek angekommen. Vor dem Nachtessen nehmen wir noch ein erfrischendes Bad im Pool. Anschliessend geniessen wir unseren Feierabend und kriechen dann Müde aber Zufrieden in unsere Schlafsäcke. 



13. Dezember 1995

Heute machen wir den zweiten Versuch in den Kakadu-Nationalpark zu kommen. Von Pine Creek aus fahren wir auf dem Kakadu Hyw zum Südein­gang des Parks. Am Parkeingang erklärt uns ein Ranger welche Orte trotz Regen noch besucht werden können. Die erste Etappe im Park führt uns zum Gunlom Wasserfall wo wir eigentlich übernachten wollen. Die Strasse, auf der nur 4WD­ Fahrzeuge zugelassen sind ist sehr gut zu befahren. Leider ist dann aber am Wasserfall der Campingplatz bereits auch vom Wasser überflutet. Also fahren wir weiter und besuchen am Nachmittag den Felsen von Urbirr mit seinen bis zu 22000 Jahre alten Aboriginies Fels­malereien. Hier machen wir zum erstenmal Bekanntschaft mit Unmengen von Fliegen. Insektenschutzmittel wie zum Beispiel Anti Brumm forte sind wirkungslos. Diese Biester sind überall, in Augen, Ohren und Nase. Einziger Schutz bietet ein Fliegennetz über dem Kopf.(Kann bei Lydia be­sichtigt werden). Zum Übernachten fahren wir nach Cooinda. 




14. Dezember 1995

Der heutige Tag beginnt zum Teil gut und zum Teil schlecht. Vorab das gute. Unser Frühstück nehmen wir in Gesellschaft von über zehn Känguruhs ein, die im Umkreis von etwa zehn Meter von uns grasen. Die negative Erkenntnis heute Morgen ist, dass unser Kühlschrank defekt ist. Wir wollen aber heute noch zum Yellow Water Billabong (Strasse leider geschlossen wegen Wasser). Nach dieser weiteren kleinen Ent­-täuschung machen wir uns auf den Weg zum Mirrai Lookout und von da zum Nourlangie Rock mit seinen wunderschönen Felsenmalereien. Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Darwin und lassen bei Hertz unseren Kühlschrank und die inzwischen kaputt gegangene Klimaanlage reparieren. Nach dem die Reparatur (gratis) gemacht ist, einigen wir uns darauf, dass wir ab jetzt in Richtung Süden fahren. Somit Übernachten wir auch an diesem Tag wieder in Pine Creek. 


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15. Dezember 1995

Heute fahren wir zuerst zu den Edith Falls. Hier begeben wir uns auf eine zweistündige Wanderung. Da es sehr schönes und heisses Wetter ist, beschliesst Lydia, bei der Flussüberquerung ein Vollbad zu nehmen.

























Ich für meinen Teil warte mit dem Bad bis wir zurück beim Auto sind, ziehe mir dann die Badehose an und schwimme ein paar Runden im herrlichen Pool beim Wasserfall. Nach dem erfrischenden Bad führt uns unser Weg weiter
zur Kathrin Gorge, wo wir in Gesellschaft von etwa zwei Dutzend Känguruhs uns mit einem feinen Nachtessen stärken. 

16. Dezember 1995

Heute beginnt der Ärger schon am Morgen. Nach dem Frühstück lässt sich das Dach des Autos nicht mehr einfahren (Gestänge verbogen). Die Suche nach einem grossen Felsbrocken beginnt. Nach dem wir fündig geworden sind, fahre ich mit ausgefahrenem Dach zum Felsen. Mit einem Abstand von 10 Zentimeter am Felsen parkieren, auf denselben klettern und das Gestänge wieder richten. Nach dieser Morgengymnastik fahren wir auf dem Stuart Hyw weiter nach Süden bis Mataranka. Mataranka mit seinen heissen Quellen ist sehr touristisch und hat uns überhaupt nicht gefallen. Also haben wir beschlossen weiter zu fahren bis in die alte Goldgräberstadt
Tennant Creek. 


17. Dezember 1995

Heute machen wir uns einen faulen Tag. Wir besichtigen in Tennant Creek die Gold Stamp Battery, dem Mary-Ann Dam und die Devil Pebbles. Am späteren Nachmittag hat unser Wagen einen Check nötig. Batterie, Kühlwasser, Oel und Reifendruck müssen kontrolliert werden, denn morgen wollen wir bis Alice Springs durchfahren. 



18. Dezember 1995

Heute ist sehr früh Tagwache, denn es liegen doch beinahe 1000 Kilome­ter bis Alice Springs vor uns. Neben dem obligaten Kaffeehalt verweilen
wir noch bei den Devil Marbles und
beim überqueren des Wendekreis des Steinbocks. Hier erfahren wir zum ersten mal mit welchen Temperaturen wir es im Red Center zu tun bekommen. Denn von Westen bläst ein unheimlich heisser aber trockener Wind. Am späteren Nachmittag erreichen wir Alice Springs und richten uns zum erstenmal auf dem Stuart Caravan Park gemütlich ein. Vor dem Nachtessen erfrischen wir uns im Pool. 


19. Dezember 1995

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück fahren wir zum einkaufen in die Stadt. Da finden wir auch den lange gesuchten Campingtisch. In einem Koffer von 80 x 40 x 20 cm ist alles vorhanden. Wenn man den Koffer aufmacht kann man vier Sitze ausklappen. Nach diesen Einkäufen fahren wir Richtung Westen in die West McDonell Ranges. Da besuchen wir der Reihe nach Simpsons Gap, Standley Chasm und Ellery Creek Bighole. Da es uns am Ellery Creek Bighole sehr gut gefällt beschliessen wir hier auch zu Übernachten. Den Rest des Tages verbringen wir mit baden und faulenzen am Wasserloch. 



20. Dezember 1995

Die Morgentoilette findet heute in zwei Teilen statt. Erstens waschen im doch recht kalten Wasser des Ellery Creek Bighole und dann Zähneputzen mit dem lauwarmen Wasser aus unserem Wassertank. Beim anschliessenden Frühstück ist die Erfrischung dann bereits wieder weg. Die Temperaturen bewegen sich um 9.00 Uhr bereits um 35 Grad Celsius. Am späteren Vormittag fahren wir weiter zur Glen Helen Gorge einem weiteren sehr grossen Wasserloch. Von Glen Helen führt uns unser Weg über die Redbank Gorge zur Serpentine Gorge. Vor dem Nachtessen gehen wir noch kurz schwimmen. Leider beginnt es dann zu Regnen und das Essen findet im Auto statt. In der Nacht Regnet und Stürmt es. An einen ruhigen und erholsamen Schlaf ist in dieser Nacht nicht zu denken. 

21. Dezember 1995

Von der Serpentine Gorge fahren wir ins Palm Valley. Die Strasse ins Palm Valley ist unsere erste wirkliche 4-WD Strecke. Die ganze Strecke muss im Allradantrieb gefahren werden. Teilweise muss auch noch die Untersetzung dazugeschaltet werden. Im Palm Valley selber ist es dann wunderschön. Nach der Wanderung durchs Palm Valley fahren wir zurück nach Alice Springs wo wir wieder auf dem Stuart Caravan Park übernachten. 

22. Dezember 1995

Nachdem wir unsere Vorräte wieder aufgefüllt haben nehmen wir heute die Strecke zum Ayers Rock und zu den Olgas unter die Räder. Auf halbem Weg kommen mir die ersten
Zweifel: "Warum fahre ich zu diesem Berg? Wir haben doch genug Hügel in der Schweiz". 
 
 Nach dem erstem Blick auf Ayers Rock weiss ich warum wir hierher gefahren sind. 
 






















23. Dezember 1995

Bei wunderschönem Wetter fahren wir heute zu den Olgas. Im Valley of the Winds machen wir eine Wanderung. 


 
 
  
 
                                                                                                         


24. Dezember 1995

Heute beginnt die Phase der Autopannen. Schon beim Frühstück will das Auto unseres Nachbarn nicht mehr anspringen. Im Ayers Rock Ressort ist das aber kein Problem, gibt es doch hier eine Autowerkstatt. Wir fahren dann weiter zum Kings Canyon. Da wir zeitlich sehr früh sind beschliessen wir den Talboden des Kings Canyon zu erkunden. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir aus dem Tal zurück und beschliessen uns für Heiligabend gemütlich einzurichten. Nach dem Abendessen sitzen wir vor unserem Auto bei einem Buch und einem Fosters. Plötzlich tauchen zwei Frauen auf und fragen uns ob wir eventuell deutsch sprechen würden. Nach dem die sprachlichen Probleme geregelt sind erklären sie uns ihr Problem. Ihr Auto kocht, sie haben aber kein Werkzeug. Ich schnappe mir mein Toyota Werkzeug und schaue mir die Sache einmal an. Es sind auch noch zwei nette Deutsch da, und gemeinsam gelingt es uns das Auto wieder flott zu machen. 



25. Dezember 1995

Heute Morgen begeben wir uns auf den Kings Canyon Walk. Der Aufstieg vom Parkplatz bis zum oberen Rand des Canyons ist ein hartes Stück Arbeit. Auf dem Weg zurück nach Alice Springs wollte dann unser Auto nicht mehr richtig. Die erste Diagnose lautete: Dieselfilter verstopft. In langsamer Fahrt sind wir dann endlich auf den Stuart Hwy angekommen und haben es dann doch noch bis nach Alice Springs geschafft. Besuch bei Hertz um Termin für Reparatur auszuhandeln. Nach Aussage von Hertz kann vor dem 27. Dez. 1995 nichts unternommen werden da der 26. Dez. Feiertag ist. Also fahren wir zum Übernachten auf den Stuart Caravan Park.




26. Dezember 1995

Wir machen Heute einen faulen Tag, da unser Auto ja nicht zu gebrauchen ist. Vom Signalhill hat man einen schönen Blick auf die Shellstation von Alice Springs. Von da sieht man wie lang so ein Roadtrain wirklich ist. Dann geht es zurück zum Caravan-Park. Um ca. 11.00 Uhr erscheint ein Aussi und erkundigt sich ob wir Probleme mit dem Auto hätten. Als wir das bestätigen stellt er sich als Bruce vor, erklärt uns wo seine Werkstätte ist. Wir verabreden uns für 14.00 Uhr damit er unser Auto reparieren kann. Um 14.00 Uhr übergeben wir dann Bruce unser Auto und er schickt uns für zwei Stunden in die Stadt. Als wir zurück kommen meint er, dass wir auch Probleme mit unserer Klimaanlage haben müssten. Wir bestätigen das und Bruce bestellt uns für Morgen um 8.00 Uhr, damit er auch die Klimaanlage noch reparieren kann. Wie er das fehlende Ersatzteil in dieser Zeit beschafft hat ist mir immer noch ein Rätsel. 

27. Dezember 1995

Tagwache ist um 06.00 Uhr. Nach dem Frühstück ab zu Bruce. Nach einer Stunde ist alles erledigt und wir können unsere Reise fortsetzen. Wir fahren in die East MacDonnel Ranges in die Trepina Gorge. Über eine 4 WD-Strecke (Abkürzung) gelangen wir auf den Plenty Hwy. Der Plenty Hwy ist eine Gravelroad aber so breit wie bei uns eine Autobahn. Wir Übernachten in der Nähe von Jervais. 



28. Dezember 1995

Weiter geht es auf dem Plenty Hwy und dann auf namenlosen Strassen Richtung Camooweal. Wir fahren über Rinderland und Lydia hat das grosse Vergnügen immer wieder Gatter zu öffnen und zu schliessen. Ca. 200 km vor Camooweal treffen wir auf die zwei Deutschen vom Kings Canyon.
 
 Sie sind mit ihrem Auto in einem Wasserloch abgeflogen und stecken tief im Dreck. Nach kurzer Suche finden wir dann auch noch ein Drahtseil und versuchen nun das Auto aus dem Dreck zu ziehen. Der erste Versuch schlägt leider fehl. Also befestigen wir das Seil neu. Als ich nun unseren Toyota starten will macht der keinen Wank mehr. Also bauen wir am Ford der Deutschen die Batterie aus, starten damit den Toyota. So, endlich steht der Ford wieder auf der Strasse. Toyota laufen lassen, Batterie ausbauen und bei Ford einbauen und den Ford starten. Nun fahren wir gemeinsam Richtung Camooweal. 60 km vor Camooweal treffen wir auf ein Wasserloch durch welches ich im Allrad mit knapper Not komme. Endstation für unsere Begleiter. Auch die Suche nach einem Umweg bringt nichts ein. Nach dem Studium der Karte finden wir einen Weg den die Beiden fahren können. Wir fahren dann alleine weiter nach Camooweal, kaufen da eine Batterie und gehen zum Übernachten nach Mt. Isa. 

29. Dezember 1995

Ab Heute heisst unser Ziel Port Douglas. Unsere erste Etappe auf dem Weg an die Ostküste führt uns von Mt. Isa über das aus dem Film Crocodile Dundee bekannte Walkabout Creek Hotel (haben da ein Bier getrunken) nach Richmont. 


30. Dezember 1995

Von Richmont aus fahren wir heute nach Atherton. Atherton liegt im Küstengebirge von Nord Queensland. Die grünen Wiesen und die Hügel erinnern sehr an die Schweizer Voralpen. Nur die Grösse der Kuhherden und die Temperaturen stimmen da nicht so richtig. Wir Übernachten in Aderton und spüren dann Nachts die Höhe so richtig. Es ist die erste Nacht in der wir unsere Schlafsäcke brauchen. 


31. Dezember 1995

Start zu letzten Teilstück an die Ostküste. Über Kuranda fahren wir nach Port Dou­
glas. In Kuranda machen wir einen Zwischenhalt denn wir müssen im Honey
House noch Honig probieren und einkaufen. Übernachten in Port Douglas auf dem
4 Mile Beach Caravan Park.

1. Januar 1996

Nach dem Besuch des Marktes in Dort Douglas und einem Spaziergang an der 4 Mile Beach faulenzen wir für den Rest des Tages.

2. Januar 1996

Heute fahren wir nach Cairns um unser Auto für den 100'000 km Service anzumelden. Auf dem Rückweg müssen wir noch einkaufen.

3. Januar 1996

Tagwache ist um 06.00 Uhr, denn wir müssen um halb acht in Cairns sein weil unser Auto in den Service muss. Wir werden von Hertz ins Zentrum von Cairns gefahren wo wir einen Bummel durch die Stadt unternehmen und dem Treiben am Hafen zuschauen. Nach Zwölf Uhr können wir unser Auto in der Garage abholen und fahren dann nach Mossman Gorge zum baden.

4. Januar 1996

Unser nächster Ausflug führt uns nach Cooktown. Wir beschliessen auf dem Hinweg über die Innlandroute zu fahren. Die Strasse auf dieser Route ist bis auf eine Stelle sehr gut. Das heisst zum Teil asphaltiert oder sehr gute Gravelroad. In Cooktown haben wir dann das Kapitän Cook Museum und den alten Leuchtturm besucht.

5. Januar 1996

Unser Weg führt und heute zurück nach Port Douglas. Wir nehmen aber jetzt die Küstenstrasse. Da das Wetter sehr schlecht ist, ist die Strasse sehr rutschig und man hat manchmal das Gefühl auf Schnee zu fahren. Auf halber Strecke habe ich mich dann doch entschlossen den Allrad zuzuschalten. An Cap Tribulation halten wir kurz an denn das Wetter ist immer noch schlecht und dann gibt es zu viele Touristen an diesem Ort. Wir fahren weiter nach Port Douglas.


6. Januar 1996 bis 9. Januar 1996

Port Douglas. Die nächsten vier Tage gehe ich mit Haba Dive ans Riff zum tauchen.




10. Januar 1996

Heute nehmen wir Abschied vom tropischen Norden von Queensland und fahren
Richtung Süden. Auf dem Highway Nr. 1 fahren wir bis nach Townsville. Wir Übernachten auf demselben Campingplatz auf dem wir schon 1991 auf unserer Reise der Australischen Ostküste nach übernachtet haben.

11. Januar 1996

Eigentlich hätten wir heute nach Clermont fahren wollen. Kurz vor Clermont ist die Strasse wegen Wasser gesperrt. Also fahren wir zurück und Übernachten in Charters Towers.

12. Januar 1996

Von Charters Towers fahren wir über Hughenden nach Winton. Nach 200 km nasser Sandpiste, die sehr schlecht zu befahren ist, erreichen wir am frühen Nachmittag Winton. Winton ist der Geburtsort von Banjo Peterson. Banjo Peterson ist der Komponist von Waltzing Matilda.

13. Januar 1996

Von Winton fahren wir nach Emerald. Ich rufe bei Dora an. Grosse Aufregung, denn Carma sucht mich. Versuche PZ zu erreichen. Gebe dann das Unternehmen um 23.00 Uhr (14.00 Uhr MEZ) auf.

14. Januar 1996

Emerald 05.00 Uhr (20.00 Uhr MEZ) versuche ich PZ zu erreichen was auch gelingt. Nur habe ich nun keine Phonecard mehr. Wir machen einen neuen Versuch für 18.00 Uhr (9.00 Uhr) ab. Habe PZ einige Tips gegeben und einen neuen Anruf auf Donnerstag abgemacht.

15. Januar 1996

Heute wollen wir zum Carnarvon Nationalpark. Wir kommen bis vor Rolleston. Auf der Brücke ins Dorf Rolleston hat es ca. 1 Meter Wasser und die Strasse zum Carnarvon NP ist ebenfalls wegen Wasser gesperrt. Wir fahren also zurück nach Emerald und dann via Blackwater, Gogango nach Biloela um den Carnarvon NP eventuell von Süden zu erreichen.

16. Januar 1996

Von Biloela geht es nun Richtung Süden bis nach Theodore. Auch hier ist die Strasse wegen Wasser gesperrt. Also wieder zurück nach Biloela und weiter nach Rockhamton. Hier machen wir eine kleine Rundreise über Emu Park, Yeppoon, Byfield zurück nach Rockhamton.

17. Januar 1996

Rockhamton, Gladstone, Bundaberg mit Abstecher nach Agnes Waters und Town of 1770. 



18. Januar 1996

Über Bundaberg, Childders, Biggenden nach Mundubbera. Unterwegs versuchen wir in den Mt. Walsh NP zu fahren aber auch hier ist alles wegen Wasser gesperrt.



19. Januar 1996

Heute Vormittag fahren wir in den Auburn River NP. Da es sehr feucht ist, fressen uns hier die Mücken beinahe auf.


 
Am Nachmittag haben wir die Möglichkeit eine Spargel- und Citrusfrüchtefarm zu besuchen. Habe dann noch PZ angerufen und nachdem keine Neuigkeiten zu erfahren waren, haben wir abgemacht, dass er mir einen Fax ins Hotel nach Hong Kong schickt. Am Abend haben wir mit unseren australischen Nachbarn noch ein paar Bier getrunken. 



20. Januar 1996

Da wir nun doch nicht in den Carnarvon NP können, beschliessen wir eine Runde durch das Outback von Queensland zu machen. Also fahren wir von Mundubbera über Hawkwood, Auburn, Chinchilla, Dalby nach Toowoomba. Da wir eine grosse Strecke über Rinderland fahren, müssen wir wegen diesen auch öfters kurz anhalten. Ebenfalls treffen wir eine grosse Anzahl von Landleguanen.

21. Januar 1996

Am heutigen Tag nehmen wir die letzte grössere Strecke unter die Räder und fahren nach Brisbane. In Brisbane suchen wir nach dem Caravanpark auf dem wir schon 1991 übernachteten. Leider habe ich mich dann verfahren und so sind wir dann auf dem Gateway CP gelandet. 



22. Januar 1996

Wie immer kurz vor einem Weiter- oder Rückflug müssen die Flugtickets rückbestätigt werden. Also begeben wir uns zum Flughafen von Brisbane. Anschliessend gehen wir noch zu Hertz. Nach diesen Pflichtübungen zieht es uns in nördlicher Richtung in die Glasshouse Mountains. Auf dem Rückweg halten wir noch im Ettamogah Pub um ein frisches offenes Bier zu  trinken. 



23. Januar 1996

Südlich von Brisbane steht der australische Europa Park. Nur heisst er hier Dreamworld. Wir verbringen den ganzen Tag in Dreamworld und benehmen uns zum Teil wie kleine Kinder.

24. Januar 1996

Heute ist Shopping angesagt. Also fahren wir mit dem Bus in die City von Brisbane. Da das Wetter sehr schlecht ist (Regen und sehr Kalt), kaufen wir uns zuerst etwas zum sofort anziehen weil wir echt frieren. 



25. Januar 1996

Wet` n Wild, so nennt sich ein Wasserpark im Süden von Brisbane. Unter Wasserpark muss man sich ein grosses Schwimmbad vorstellen, wo es verschiedene Rutschbahnen, Wellenbäder und andere nassen Attraktionen gibt. Am späteren Nachmittag heisst es dann Camper ausräumen, zusammenpacken und den Camper reinigen.

 
26. Januar 1996

06.00 Uhr. Heute kommt zum einzigen Mal unser Wecker zum Einsatz. Denn wir müssen um 08.00 Uhr bei Hertz sein um den Camper abzugeben. Anschliessend fahren wir zu Flughafen. Wir geniessen einen sehr angenehmen Flug nach Hong Kong. Transfer zum Marco Polo Hotel in Kowloon. 


27. Januar 1996

Nach dem doch sehr langen Tag wird erst einmal ausgeschlafen. Dann fahren wir mit der Star Ferry nach Victoria Island. Nach der ca. einstündigen Wanderung um den Victoria Peak kehren wir zum shoppen nach Kowloon zu­
rück. Es müssen Hosen, T-Shirts gekauft werden. Ausserdem muss der Preis für die Nikonos RS verglichen werden. 



28. Januar 1996

Heute fahren wir das erstemal nach Lantau. Auf Lantau besuchen wir den Po Lin Tempel und die Budda Statue. Diese Budda Statue ist aus Beton der mit Kupfer überzogen worden ist. Sie hat eine Höhe von 30 m. 





29. Januar 1996

Das Bussystem in Hong Kong ist sehr durchdacht. Wenn man mit dem Bus 70
irgendwohin fährt muss man nur den Bus mit der nächst höheren Nummer
nehmen um zum Ausgangspunkt zurück zu kommen. Also fahren wir heute mit dem Bus 70 nach Aberdeen. Von da gehen wir in den Ocean-Park. Der Park hat nur bedingt etwas mit dem Meer zu tun, sondern ist ein Vergnügungspark mit Schwimmbassins, Aquarien, Zoo und Vergnügungsbahnen. Anschliessend fahren wir mit dem Bus 71 zurück nach Victoria und dann wie immer mit der Star-Ferry nach Kowloon. Nach einem Abstecher zum Flughafen (Tickets bestätigen) kaufen wir die Nikonos RS doch. 





30. Januar 1996

Der heutige Tag führt uns in die neuen Territorien. Der Zug bringt uns nach Lo Wu. In dieser Grenzstadt haben wir keine Möglichkeit den Bahnhof zu verlassen, da die Stadt selber auf chinesischem Gebiet liegt. Also fahren wir eine Station zurück nach Sheng Shui. Von einem Besuch in der Markthalle hält uns dann aber unsere Nase ab. Die Düfte und Gerüche die hier in der Luft hängen sind für europäische Nasen nicht geeignet. Wir
fahren also weiter nach Tai Po Market. Wir besuchen die Altstadt und den unter freiem Himmel statt findenden Markt. Auch hier sind alle Düfte der Welt in der Luft, aber da das ganze Draussen stattfindet ist es auch für uns auszuhalten. Nach Kowloon zurück geht es dann mit dem Bus. Leider kann unser Chauffeur keine Kurven sondern nur Ecken fahren was unseren Mägen nicht unbedingt zuträglich ist. 


31. Januar 1996
Der Ausflug heute führt uns noch einmal in die neuen Territorien. Wir fahren mit dem Bus nach Tuen Mun, dann mit der Strassenbahn nach San Hui und mit dem Luftkissenboot zurück nach Kowloon. Leider ist die Sicht nicht sehr gut da am Castel Peak Nebelschwaden hängen. Zum Abendessen sind wir von Familie Erni (Bekannte von P. Gassmann) eingeladen. Das Essen auf dem Victoria Peak ist sehr fein. Hr. Erni hat diverse chinesische Spezialitäten für uns ausgelesen. Da das Wetter sich gebessert hat haben wir einen herrlichen Ausblick auf das nächtliche Kowloon.

1. Februar.1996

Nachdem uns das Bus fahren doch sehr viel Freude bereitet hat, beschliessen wir nach Stanlay zu fahren. In Stanlay gibt es einen sehr schönen Markt mit Gebrauchs-gegenständen und Touristenramsch. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Zwischenhalt bei einem Aussichts-punkt oberhalb von Stanlay. Von dort hat man einen sehr guten Ausblick von Stanlay bis Aberdeen.


2. Februar 1996

Heute machen wir unseren zweiten Ausflug nach Lantau. Wir fahren mit der Fähre nach Silvermine Bai (Mui Wo) und mit dem Bus dann nach Tung Chung. Über die Baustelle des neuen Flughafen von Hong Kong wandern wir in drei
Stunden zurück nach Mui Wo. Wir treffen da auf Dörfer mit folgenden Namen: Pakmong, Ngaukwulang, Suitsuen, Hungfangon, Paknganheung und Chunhau. Von Mui Wo geht es mit der Fähre zurück nach Hong Kong. Dieses mal fahren wir aber nach Kowloon Central. 


3. Februar 1996

Jetzt beginnt der Stress des letzten Tages. Alles was eingekauft wurde muss in den Taschen verstaut werden. Das Gepäck stellen wir dann im Hotel ein und machen uns ein letztesmal auf die Socken durch Victoria. Wir fahren mit der Star-Ferry ausnahmsweise nach Wan Chai und nicht nach Victoria Central. Über Wan Chai geht es zurück nach Victoria Central. Frau Erni hat so vom Hong Kong­ Park geschwärmt, dass wir die Zeit nutzen und uns diesen Park noch anschauen. Im Gebäude des Parks ist eine sehr schöne Orchideen Ausstellung. Nun geht es zurück ins Hotel Marco Polo für ein letztes Bier. Dann mit dem Bus zu Flughafen.

4. Februar 1996

Nach einem ruhigen Flug landen wir am Morgen in Zürich. Wir werden von der ganzen Familie abgeholt. Dora hat einen ganzen Korb voll Esswaren eingekauft, damit wir auch nicht verhungern müssen.